Ein zentrales Ziel der täglichen Arbeit ist die Erhaltung und, wenn möglich, die Verbesserung der Bewegungsfähigkeit. Die Pflegekraft unterstützt den Patienten bei jedem Transfer – sei es vom Bett in den Sessel, auf die Toilette oder in den Rollstuhl. Sie beherrscht Techniken des rückenschonenden Arbeitens (Kinästhetik) und setzt moderne Hilfsmittel wie Lifter, Gleitmatten oder Aufstehhilfen sicher ein. Durch gezielte Mobilisation und freundliche Motivationsarbeit hilft sie aktiv dabei, Muskelabbau, Gelenkversteifungen (Kontrakturen) und Lungenentzündungen durch mangelnde Belüftung vorzubeugen. In der täglichen Routine führt sie kleine Bewegungsübungen durch, die den Kreislauf in Schwung halten. Sie achtet ständig auf das Sturzrisiko, prüft das Schuhwerk und gibt Hilfestellung beim Gehen innerhalb und außerhalb der Wohnung. Diese physische Unterstützung ist oft die Voraussetzung dafür, dass Menschen trotz schwerer körperlicher Einschränkungen oder chronischer Schmerzen nicht bettlägerig werden. Die Pflegekraft gibt dem Klienten die Sicherheit zurück, sich im eigenen Raum zu bewegen, was wiederum das Selbstvertrauen und die Lebensfreude steigert. Indem sie die Eigenständigkeit fördert, wirkt sie dem Gefühl der totalen Hilflosigkeit entgegen und unterstützt den Patienten dabei, ein aktiver Teilnehmer an seinem eigenen Leben zu bleiben.