Ein Pflegeheim ist eine stationäre Einrichtung, in der Menschen mit erheblichen körperlichen oder kognitiven Einschränkungen rund um die Uhr von ausgebildetem Personal versorgt werden — eine vollständige Versorgung, die körperpflegerische MaĂŸnahmen, medizinische Ăœberwachung, therapeutische Interventionen und auch den groĂŸen Bereich der psychosozialen Betreuung umfasst. Die Grundpflege im Pflegeheim ist vollständig organisiert: Das Personal Ă¼bernimmt Körperpflege (Waschen, Duschen, Toilettenbenutzung), UnterstĂ¼tzung bei der Nahrungsaufnahme, Hilfe beim An- und Auskleiden, und alle hauswirtschaftlichen Aufgaben wie Wäschepflege, Zimmerreinigung, Mahlzeitenbereitung. Zusätzlich gibt es die Behandlungspflege, die von examinierten Krankenpflegekräften durchgefĂ¼hrt wird und medizinische MaĂŸnahmen umfasst wie Injektionen, Verbandswechsel, Katheterentwässerung, Medikamentenverabreichung, Blutdruckkontrollen, die Ăœberwachung von Wunden und medizinischen Geräten. Moderne Pflegeheime haben oft spezialisierte Abteilungen fĂ¼r Demenz-Betreuung, die auf die besonderen Anforderungen von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ausgerichtet sind: Ruhige, orientierungsfördernde Umgebung, geschultes Personal in Demenz-Kommunikation, spezialisierte Aktivierungsprogramme, sichere AuĂŸenbereiche. Die medizinische Betreuung erfolgt durch einen angestellten oder kooperierenden Arzt, der regelmĂ¤ĂŸig die Heimbewohner untersucht und ihre medizinische Situation koordiniert. Psychologische und therapeutische UnterstĂ¼tzung ist ebenfalls vorhanden: Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie und auch psychologische Beratung sind Teil des Leistungsangebots. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Begleitung am Ende des Lebens: Palliativpflege und Hospiz-ähnliche Betreuung ermöglichen ein wĂ¼rdevolles Sterben im Kreise von Vertrauenspersonen.