Die ambulante Intensivpflege richtet sich an Menschen mit besonders schwerwiegenden gesundheitlichen Einschränkungen, die eine kontinuierliche medizinische Überwachung und hochqualifizierte pflegerische Versorgung benötigen – etwa Patienten mit Beatmungspflicht, Tracheostoma-Versorgung, schweren neurologischen Erkrankungen wie ALS oder Wachkoma, oder nach komplexen operativen Eingriffen mit erhöhtem Nachsorgebedarf.
Im Rahmen der häuslichen Intensivpflege werden examinierte Pflegefachkräfte mit spezieller intensivpflegerischer Zusatzqualifikation eingesetzt, die rund um die Uhr die Vitalzeichen überwachen, medizinische Geräte wie Beatmungsmaschinen, Absauggeräte und Infusionspumpen bedienen und in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzten arbeiten.
Die Pflegekräfte sind geschult in der Erkennung und Behandlung akuter Komplikationen, in der Durchführung von Notfallmaßnahmen und in der Dokumentation aller relevanten medizinischen Parameter, sodass eine lückenlose Versorgungsqualität gewährleistet ist, die dem Standard einer Intensivstation entspricht.
Ein individueller Pflegeplan wird in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt, dem Pflegeteam, den Angehörigen und gegebenenfalls Therapeuten erstellt und regelmäßig an den aktuellen Gesundheitszustand angepasst. Die technische Ausstattung wie Beatmungsgeräte, Monitoring-Systeme und Pflegehilfsmittel wird vom Pflegedienst in Kooperation mit spezialisierten Medizintechnik-Unternehmen bereitgestellt und gewartet, um eine maximale Ausfallsicherheit zu garantieren.