Das Badezimmer ist einer der gefährlichsten Räume im Haushalt für ältere und pflegebedürftige Menschen glatte Fliesen, hohe Badewannenränder und fehlende Haltegriffe machen es zu einem Ort, an dem Stürze besonders häufig passieren und oft schwerwiegende Folgen haben. Eine barrierefreie Badsanierung verwandelt diesen Gefahrenbereich in einen sicheren, komfortablen Raum, der eigenständige Körperpflege bis ins hohe Alter ermöglicht und gleichzeitig die Arbeit von Pflegekräften erheblich erleichtert.
Die häufigste Maßnahme ist der Umbau von einer Badewanne zu einer bodengleichen, schwellenlosen Dusche mit rutschfestem Bodenbelag, in die der Pflegebedürftige ohne Stolpergefahr hineintreten oder mit einem Rollstuhl hineinfahren kann. Ergänzend werden stabile Haltegriffe und Stützklappgriffe an strategischen Stellen wie neben der Toilette, in der Dusche und am Waschbecken montiert, die bei Bedarf umgeklappt werden können und so keine Bewegungsfreiheit einschränken.
Ein höhenverstellbarer oder erhöhter WC-Sitz erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen erheblich und reduziert die Belastung für Knie und Hüfte, was gerade nach Operationen oder bei Arthrose eine enorme Erleichterung darstellt. Unterfahrbare Waschbecken ermöglichen die Nutzung im Sitzen oder mit einem Rollstuhl, während berührungslose Armaturen mit Temperaturbegrenzung Verbrühungen verhindern und die Bedienung auch bei eingeschränkter Feinmotorik ermöglichen.
Moderne Duschsitze, die fest an der Wand montiert werden und bei Nichtgebrauch hochgeklappt werden können, bieten Sicherheit und Komfort beim Duschen, während Badewannenlifte den Ein- und Ausstieg für diejenigen erleichtern, die nicht auf ihre Badewanne verzichten möchten. Die gute Nachricht: Ein professioneller Badumbau dauert in der Regel nur drei bis fünf Werktage, sodass die Einschränkungen für den Haushalt minimal sind und der Pflegebedürftige schnell von den Verbesserungen profitieren kann.